#Picnic09: Mobiles Internet wird neues Massenmedium

IMG_0240 Kleiner ist sie als im vergangenen Jahr, die Picnic09 in Amsterdam. Ein paar inspirierende Tage sind es dennoch. Skype-Mitgründer Niklas Zennström spricht morgen, Ex-Apple-Managerin Linda Stone, Internet-Vordenker Gerd Leonhard und MIT-Media-Lab-Mitgründer Nicholas Negroponte sind auch dabei.

Zu den besten Vorträgen an Tag Zwei gehörte neben einem großartigen Auftritt von Kodak-Marketingvorstand Jeff Hayzlett (einem der wenigen Top-Manager, die intensiv Social Media nutzen) die Keynote von Mobile-Guru und Bestseller-Autor Tomi Ahonen.

Ahonens Botschaft: Das mobile Web ist das siebte Massenmedium, so wichtig wie Bücher, Zeitungen, Radio Fernsehen und das Internet. Für ihn ist „Mobile“ sogar etwas völlig anderes als das Internet, es verghalte sich zum stationären Netz wie das Radio zum Fernsehen.

IMG_0238Das eine macht das andere nicht überflüssig. Beide Medien ergänzen sich. Zwar könne alles, was im Netz läuft auch mobil abgerufen werden. Aber mobil geht mehr, weil das Gerät jederzeit weiß, wo sich der Nutzer aufhält und in welcher Situation er sich befindet. Dadurch werden völlig neue Dienste entstehen, von denen wir die ersten gerade erst sehen. Der Layar-Browser wird hier in Amsterdam immer wieder genannt, ein Browser, der auf dem Handy in das Videobild ortsbasierte Informationen einblenden kann, Augmented Reality ist das dazugehörige Schlagwort.

Wohin es mit Augmented Reality gehen wird, zeigt auch diese Applikation, die von IBM für Wimbledon entwickelt wurde.

Neben sehr aktuellen Hintergründen zu den Spielern liefert die App jederzeit Informationen über die Umgebung: Wo gibt es noch Taxis, wo sind die Toiletten, wie komme ich an meinen PLatz zurück? Ich bin mir sicher, dass solche Programme schon bald Standard werden auf Großveranstaltungen.

Mobile-Vordenker Ahonen ist deshlab sicher: Mobile wird größer als das Internet.

Und die Zahlen geben ihm Recht: Rund 4 Milliarden Handyanschlüsse gibt es weltweit, gegenüber 1,2 Milliarden Festnetzanschlüssen, 1,4 Milliarden Internetzugängen und 3,9 Milliarden Radios. Es gibt Millionen Menschen auf der Welt, die kein Geld haben für Zeitungen und für Kaffee, die aber ein Handy besitzen. Auch unsere Kommunikation wird sich mit dem mobilen Internet ändern.

Doch die eigentliche Revolution findet in Schwellen- und Entwicklungsländern statt. Wie groß die sein wird, lassen diese Zahlen erahnen. Etwa 46 Prozent aller Bankverbindungen in Kenia sind Mobile Banking Accounts und in einigen Ländern Afrikas geben die Menschen die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für mobile Kommunikation aus.

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2 Antworten zu “#Picnic09: Mobiles Internet wird neues Massenmedium

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