Wie das mobile Internet soziale Medien revolutioniert

Das mobile Internet revolutioniert das Web 2.0. Beobachtern der Szene ist das zwar schon länger klar. Doch Forrester hat das nun in einer lesenswerten Studie noch einmal zugespitzt formuliert und zahlreiche interessante Daten zusammengetragen:

  • Im September besuchte etwa jeder fünfte Facebook-Nutzer das Portal über sein Handy. Das waren 65 Millionen Menschen.
  • Twitter schließt in Großbritannien für verschiedenen Sonderleistungen eine Kooperation mit O2.
  • Telefongesellschaften stoßen ins Social Web vor, Vodafone etwa mit seinem Dienst 360 und Orange mit Social Life, mit denen Nutzer Zugänge zu sozialen Netzwerken organisieren können.
  • Zugleich versuchen Handyhersteller, soziale Netzwerke in ihren Geräten zu integrieren: INQ ist ein gutes Beispiel dafür. Auch Nokia will Zugänge zu Facebook & Co. bei einigen Modelle ab Werk mit ausliefern.

Fazit der Forrester-Analysten:

Indeed, mobile social activity is more than just accessing social networking sites while on the go. Mobile phones have the potential to become the hub of Social Computing activities and to be more than just a complement to the PC experience. Mobile phones will increasingly become the glue that holds the social graph together, offering creative tools and immediacy, presence, location, and context when interacting with the real world. The “always on” mobile connected handset frees the Social Web from the chains of the PC and thrusts it into the real world.

Und die aufgeführten Beispiele sind erst ein Anfang. In den nächsten Monaten werden wir viele neue Dienste sehen, die das soziale Netz ins mobile Web bringen. Doch das wird zu einer Spaltung führen bei Internet-Nutzern, zwischen denen, die heute schon skeptisch sind gegenüber Social Networks und denen die die neuen Angebote mobil nutzen.

In Großbritannien, wo die Nutzung sozialer Netzwerke deutlich früher begonnen hat als in Deutschland, nutzen 40 Prozent der 16 bis 25-Jährigen die Netzwerke auch von ihrem Handy aus. Ältere sind skeptisch. Möglicherweise werden viele den Anschluss ins mobile Zeitalter verpassen.

Und während die einen noch skeptisch sind, werden die anderen ihren Freundeskreis für neue Angebote öffnen, die dann etwa Interessen von Freunden vergleichen und daraus Gemeinsamkeiten ableiten. Dann werden auch ortsbezogene Dienste eine Rolle spielen, die bislang vor allem deshalb ihren Durchbruch noch nicht erlebt haben, weil sie den Nutzern keinen wirklichen Mehrwert bieten.

Doch wenn mein Handy mir erst sagen kann, welche Bars und Clubs in der Umgebung von Menschen besucht werden, die ähnliche Interessen habe wie ich, dann wird das Thema für immer mehr Menschen interessant. Ich glaube nicht nur, dass das mobile Internet die sozialen Netzwerke revolutionieren wird. Ich bin mir sicher, dass ein großer Teil der sozialen Netzwerke künftig ausschließlich mobil genutzt wird. Und die Entwicklung wird sehr schnell gehen.

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